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So funktioniert’s

Ein SmartFleet Gateway beim Kunden, ein Server auf eigener Hardware oder in der Cloud. Was installiert wird, wie die Daten fließen und warum das sicher ist.

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Das SmartFleet Gateway beim Kunden verbindet sich nur nach außen, per HTTPS und zertifikatsgestützt. Es sind keine eingehenden Verbindungen offen. Der Server läuft beim Webhoster, auf einem eigenen Server oder in der SmartFleet Cloud. Gearbeitet wird im Browser, die Miniserver öffnen sich direkt über Loxone Remote Connect.

Drei Bausteine

Miniserver

Die Loxone-Anlage beim Kunden, bestehend aus einem oder beliebig vielen Miniservern. An ihr ändert sich nichts. Es sind keine Eingriffe notwendig.

SmartFleet Gateway

Steht im selben Netz wie die Miniserver: das SmartFleet Gateway auf der Hutschiene oder ein vorhandener LoxBerry mit Plugin. Es sammelt Werte, zieht Backups und hält die Verbindung zum Server.

SmartFleet-Server

Die Oberfläche, in der alle Standorte zu sehen, zu verwalten und zu warten sind. Er läuft auf eigener Hardware, beim Hoster oder in der SmartFleet Cloud.

Zwei Möglichkeiten in die Anlage

Beide Varianten erledigen beim Kunden dieselbe Aufgabe und sprechen mit demselben Server. Welche passt, hängt davon ab, ob in der Anlage schon ein LoxBerry läuft.

SmartFleet Gateway neben einem Miniserver auf der Hutschiene (KI-generiertes Bild)

Offene Hardware

SmartFleet Gateway

Das eigene Gerät für jede Anlage. Es sitzt neben dem Miniserver im Schaltschrank und braucht nur LAN oder WLAN und 24 V.

  • Hutschienengehäuse mit nur 2 TE, Stromverbrauch < 1,5 W
  • Hardware auf ESP32-Basis, Versorgung mit 24 V aus dem Schaltschrank
  • Ins Netz per LAN oder WLAN (2,4 GHz), Antenne außen
  • Einrichtung über ein eigenes WLAN mit dem Handy, danach Kopplung per Bereitstellungscode
  • Ohne SD-Karte, speichert nichts dauerhaft
  • Selbst bauen nach Stückliste und Platinenlayout, kein SMD-Löten notwendig, oder als Bausatz mit fertiger Platine

Plugin

LoxBerry SmartFleet Gateway

Läuft in der Anlage schon ein LoxBerry, übernimmt ein Plugin die Aufgabe des SmartFleet Gateways.

  • Für Anlagen mit LoxBerry ab Version 4.0 – kein zusätzlicher Hardwareaufwand
  • Installation über die Plugin-Verwaltung des LoxBerry, danach Kopplung per Bereitstellungscode
  • Sichert seine eigene Konfiguration auf dem Server
  • Fernwartung des LoxBerry inbegriffen, per temporärem Tunnel

So fließen die Daten

  1. Das SmartFleet Gateway fragt die Miniserver im lokalen Netz ab: Kennzahlen, gewählte Werte, Konfiguration und Projektdateien.
  2. Einmal pro Minute meldet es sich beim Server und liefert ab, was angefallen ist. Backups gehen in Stücken hinterher, bei einem Abbruch geht es an derselben Stelle weiter.
  3. In derselben Verbindung erfährt es, ob ein Auftrag vorliegt, etwa ein sofortiges Backup oder eine Fernwartung.
  4. Alles ist im Browser auf dem Server zu sehen, von jedem Gerät aus. Am Desktop und mobil.

Vier Möglichkeiten zum Server

Die SmartFleet Gateways bei den Kunden verbinden sich per HTTPS mit dem Server. Er muss also aus dem Internet erreichbar sein, alles andere ist frei wählbar.

Eigenes Webhosting

Ein gewöhnliches Webhosting-Paket mit PHP und MySQL genügt. Ordner hochladen, Einrichtung im Browser aufrufen, fertig. Einen Cronjob oder Shell-Zugang braucht SmartFleet nicht.

Eigener lokaler Server

Zu Hause oder in der Firma auf einem Linux-Server mit Apache, PHP und MySQL oder MariaDB. Die SmartFleet Gateways müssen ihn von außen per HTTPS erreichen, etwa über eine Portfreigabe mit eigenem Zertifikat.

LoxBerry zum Ausprobieren

Das LoxBerry-Server-Plugin richtet Server, Datenbank und einen eigenen HTTPS-Port auf einem LoxBerry ein, mit selbst signiertem Zertifikat und der Free Community Edition. Gedacht zum Testen, nicht für den Dauerbetrieb.

SmartFleet Cloud

Der Server läuft bei SmartFleet in einem Rechenzentrum in Deutschland/EU: Silver und Gold unter einer Subdomain von smartfleetmanager.de, Enterprise unter einer eigenen Domain.

Voraussetzungen

  • An jedem Standort ein SmartFleet Gateway oder ein LoxBerry ab Version 4.0 mit dem Plugin, das die Miniserver im lokalen Netz erreicht. Für das SmartFleet Gateway 2 TE Platz auf der Hutschiene und 24 V.
  • Für den eigenen Server PHP ab 7.4 mit den Erweiterungen sodium, json, hash, pdo_mysql und mbstring, dazu MySQL oder MariaDB. Diese Pakete sind bei jedem Webhosting Paket dabei.
  • Apache mit .htaccess als Webserver. Darüber sperrt SmartFleet Programmcode und Daten gegen Abruf aus dem Netz. Ohne greifende Sperre richtet sich SmartFleet nicht ein; ein Webspace allein mit nginx genügt nicht.
  • HTTPS für die Adresse des Servers. Über eine unverschlüsselte Verbindung richtet sich SmartFleet nicht ein.
  • Ein funktionierender Mailversand für Anmeldecodes und Alarme, per sendmail oder SMTP.

Sicherheit

SmartFleet ist so gebaut, dass beim Kunden nichts von außen erreichbar sein muss.

  • Keine offenen Ports. Das SmartFleet Gateway baut jede Verbindung selbst nach außen auf. Am Router des Kunden ist keine Portweiterleitung nötig, und von außen gibt es nichts, das man ansprechen könnte.
  • Zertifikatsgestützt. Jeder Standort erhält beim Koppeln eine eigene kryptografische Identität. Jede Anfrage des SmartFleet Gateways ist signiert, ebenso jede Antwort und jeder Auftrag des Servers. Einen unsignierten Auftrag führt das SmartFleet Gateway nicht aus.
  • Durchgehend HTTPS. Die gesamte Kommunikation ist verschlüsselt, auch beim Selbsthosting.
  • Loxone Remote Connect. Miniserver öffnen sich über den verschlüsselten Fernzugang von Loxone, ohne Portweiterleitung.
  • Fernwartung nur mit dem Passwort des Kunden. Eine Fernwartung kommt nur zustande, wenn drei Dinge zusammenkommen: Zugang zum Server, das Fernwartungs-Passwort des Kunden und die Signatur des Servers. Der Server selbst kennt das Passwort nicht.
  • Passwort-Tresor im Browser. Zugangsdaten werden im Browser ver- und entschlüsselt, der Server speichert nur Chiffretext. Er selbst kennt das Master-Passwort nicht.
  • Zweiter Faktor. Die Anmeldung am Server lässt sich per Authenticator-App oder E-Mail absichern und für alle Nutzer erzwingen.